Situation 01
Ein Mitarbeiter übernimmt keine Verantwortung, obwohl Sie längst alles versucht haben.
Sie führen ein Team und haben bei einem Mitarbeiter jedes Register gezogen. Das Verhalten bleibt gleich. Die Frage ist dann meistens nicht, was mit diesem Menschen nicht stimmt, sondern was ihn in dieser Rolle hält.
Woran Sie diese Situation erkennen
Sie haben Gespräche geführt.
Ziele vereinbart.
Unterstützung angeboten.
Konsequenzen aufgezeigt.
Und trotzdem verändert sich nichts.
Was an dieser Stelle meistens versucht wird
Mehr Gespräche.
Mehr Druck.
Mehr Kontrolle.
Mehr Maßnahmen.
Und trotzdem bleibt alles beim Alten.
Warum mehr vom Gleichen hier nicht wirkt
Ein Mitarbeiter hört selten auf, Verantwortung zu übernehmen, weil ihm die Fähigkeit fehlt. Er hört auf, weil er erlebt hat, dass seine Verantwortung folgenlos bleibt oder kontrolliert wird, als hätte er sie nie übernommen.
Menschen lernen nicht aus Leitbildern. Sie lernen aus Konsequenzen. Wenn eigenständiges Handeln in der Vergangenheit Ärger, Nachfragen oder Korrekturen ausgelöst hat, ist Zurückhaltung keine Charakterschwäche, sondern eine gelernte Reaktion.
Deshalb führt die Frage, warum sich dieser Mitarbeiter so verhält, fast nie zum Ziel. Die weiterführende Frage lautet: Was hat unsere Organisation diesem Mitarbeiter beigebracht?
Wie ich mit Ihnen an dieser Situation arbeite
Wir beginnen nicht mit einer Lösung, sondern mit einer Rekonstruktion: Was ist tatsächlich passiert, in welcher Reihenfolge, mit welcher Reaktion darauf. Sehr oft wird dabei ein Muster sichtbar, das im Alltag niemand mehr bemerkt.
Danach suchen wir den Punkt, an dem eine Veränderung die größte Wirkung entfaltet. Das ist selten der Mitarbeiter selbst. Häufiger sind es Entscheidungswege, Zuständigkeiten oder ein Führungsreflex, der sich über Jahre eingeschliffen hat.
Sie verlassen das Gespräch nicht mit einem Maßnahmenkatalog, sondern mit einer neuen Sicht auf die Situation und einem konkreten nächsten Schritt.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu dieser Situation
Wann lohnt sich externe Unterstützung bei einem einzelnen Mitarbeiter?
Wenn Sie mindestens zwei ernsthafte Gespräche geführt haben, die Erwartungen klar sind und sich trotzdem nichts bewegt. Dann liegt die Ursache meist nicht in der Kommunikation, sondern im Umfeld dieser Zusammenarbeit.
Muss der Mitarbeiter dafür an einem Gespräch teilnehmen?
Nein. Ich arbeite in der Regel zuerst mit Ihnen als Führungskraft. Sie haben den größten Handlungsspielraum und können am schnellsten etwas verändern.
Was ist, wenn die Trennung am Ende doch die richtige Entscheidung ist?
Dann ist es eine Entscheidung, die Sie bewusst und begründet treffen, statt sie weiter aufzuschieben. Auch das ist ein Ergebnis.
Weitere Situationen
Vielleicht erkennen Sie sich hier eher wieder.
Erkennen Sie Ihre Situation wieder? Dann lohnt sich ein Gespräch.
Erstgespräch vereinbaren